Pausenkonzept

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Unser Pausenkonzept – Nachdenkraum

Falls Schüler in der Pause durch verbale Entgleisungen (Ausdrücke, Beleidigungen, Be­schimpfungen …) oder durch aggressives Verhalten (Schlagen, Treten, Stoßen …) auf­fallen bzw. in Auseinandersetzungen mit anderen verwickelt sind, kann die Pausenaufsicht die betreffenden Schüler in den Nachdenkraum schicken. Dabei handelt es sich um einen Gruppenraum  im Erdgeschoss der Schule.

Diesen Vorgang und den anschließenden Aufenthalt im Nachdenkraum verstehen wir nicht unbedingt als einen „Akt der Bestrafung“, sondern als eine erzieherische Maß­nahme. Die Schüler haben hier die Gelegenheit, eigenes Fehlverhalten zu überden­ken und Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt zu finden.

In dem Nachdenkraum befindet sich immer eine Lehrkraft, die die Kinder beaufsichtigt und mit ihnen Fehlverhalten bespricht oder Konflikte klärt. Das entlastet zum einen die Lehrkräfte, die in der Vergangenheit Konflikte nach der Pause in der Klasse klären mussten, und zum anderen geht dadurch keine Unterrichtszeit verloren. Aus psychologischer Sicht ist es zudem sinnvoll und ratsam, Fehl­verhalten oder Auseinanderset­zungen mit den Schülern möglichst zeitnah zu bespre­chen und zu lösen.

In dem Nachdenkraum müssen die Schüler nach dem Gespräch mit der Lehrkraft einen Bogen bearbeiten. Falls die Zeit dafür nicht mehr ausreicht, muss der Schüler am nächsten Tag den Bogen fertigstellen.

Erst, wenn ein Schüler dreimal in einem Schuljahr in den Nachdenkraum muss, erhalten Sie, verehrte Eltern eine Mitteilung.

Durch die Einführung des Nachdenkraums mussten wir in der Vergangenheit also deutlich weniger Mitteilungen und Verweise ausstellen. Ein weiterer wichtiger Effekt des Konzepts ist, dass die Aggressionen im Pausenhof und die Anzahl der Verletzungen bei den Schü­lern seit der Einführung des Nachdenkraums deutlich zurückgegangen sind.