Kein bisschen alt- 50 Jahre GSI

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Die Grundschule Ichenhausen feiert ihren 50. Geburtstag mit einem abwechslungsreichen Programm

50 Jahre Schulhaus, Mehrzweckhalle und Schwimmbad sind wirklich ein Anlass für ein großes Fest, dachte sich die Schulfamilie der Grundschule Ichenhausen und richtete am Dienstag einen Festakt für geladene Gäste, eine Feier für die Öffentlichkeit und ein Spielefest für die Schülerinnen und Schüler aus. Und um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein unvergleichliches Fest, das allen geladenen Gästen, Besuchern, Mitwirkenden und Schülern noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.

Rund hundert Besucher und Ehrengäste begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Brigitte Fendt zum Festakt am Vormittag. Unter den Gästen waren der Ehrenbürger der Stadt Ichenhausen und ehemalige Kultusminister Professor Dr. Dr. Hans Maier, Bürgermeister Robert Strobel, die Stadträte, die leitenden Schulamtsdirektoren Josef Seibold (Günzburg) und Wilhelm Martin (Dillingen), die Schulleiter der umliegenden und kooperierenden Schulen, die Geistlichkeit der Stadt, Lehrkräfte und Schüler von 1968 sowie Sponsoren, Kooperationspartner und Freunde der Grundschule. Und sie wurden zwei Stunden lang durch ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm geführt, das von den Lehrerinnen Funda Senser und Daniela Schwehr professionell und unterhaltend moderiert wurde. Den Einstieg übernahm die neu eingerichtete Bläserklasse unter der Leitung von Heike Schwarz mit „Playing togehther“ bevor die AG Tanz unter der Leitung von Sina Herbig und ein Chor mit allen 315 Schülern die Gäste „Herzlich willkommen“ hieß –  eine wuchtige, imposante Begrüßung, die die schön geschmückte Friedrich-Jahn-Halle zum Beben brachte. Leisere, aber dafür sehr eindringliche  Töne stimmte dagegen Professor Maier in seinem Grußwort an. „Sehr gerne und ohne langes Überlegen“ sei er der Einladung der Grundschule gefolgt. Er betonte die Wichtigkeit einer grundlegenden Bildung in der Primarstufe, zollte den Grundschullehrkräften seinen Respekt für ihre anspruchsvolle Aufgabe und verwies auf den Artikel 131 der Bayerischen Verfassung mit den obersten Bildungszielen, die heute mehr denn je von Bedeutung seien. Bürgermeister Robert Strobel blickte zurück in die Vergangenheit und schilderte den Baubeginn und die enormen finanziellen Aufwendungen, insgesamt 3.580.000 DM, die die Stadt unter den Bürgermeistern Demharter und Kuhn für die Errichtung der Schule zu meistern hatte. Er ging auf die baulichen Veränderungen in den folgenden Jahren ein und attestierte der Schule, dass sie „kein bisschen alt, sondern eine jung gebliebene selbstbewusste Schule“ sei, auf die man „heute noch stolz sein dürfe“. Ein großer Gemeinschaftschor aus Schülern des Förderzentrums Hochwang und der Grundschule Ichenhausen, samt Bläserklasse unterhielt das Publikum unter der Leitung von Stephanie Dempfle mit einem lustigen Singspiel, in dem die letzten vier Schulleiter der Grundschule, dargestellt von Schülern der 3. Klassen, ihre „Musikalischen Glückwünsche“ für den Geburtstag zum Besten gaben. Nachdem die Arbeitsgemeinschaft Sport unter der Leitung von Johanna Günthel mit gekonnter Akrobatik und flottem Rope Skipping viel Applaus erntete, ging der Fachliche Leiter des Schulamts Günzburg Josef Seibold auf die Herausforderungen wie Inklusion, Migration und Flüchtlingsintegration ein, die die Grundschule Ichenhausen in der Vergangenheit auf manchmal unkonventionelle Weise gemeistert hat. Cornelia Rausch, die Elternbeiratsvorsitzende, machte sich Gedanken, seit wann es wohl Elternbeiräte in Bayern gibt und berichtete über die Arbeit und den Beitrag, den das fleißige Gremium regelmäßig für die Schule und die Schüler leistet. In einem Sketch stellten die Schüler des Offenen Ganztages das Leben und einige Highlights des Schulnachmittags vor. Albert Seiler, ein Erstklässler von 1968 (wir berichteten), stellte aus seiner Sicht die Schulzeit von früher dar und zog Vergleiche zu heute. Schulleiter Robert Kaifer nahm die Besucher mit einer Präsentation in die Zeit von 1968. Er ging auf die unruhige politische Situation, die Musik, den Film, die Werbung, die Mode und die schulpolitischen Themen von 1968 ein und ließ die Zuschauer mit Bild und Ton in Erinnerungen schwelgen, um dann die Schule von heute mit ihren aktuellen Aufgaben vorzustellen. Die Deutschlernklasse unter der Leitung von Tatjana Joas begrüßte die Gäste mit Rhythmusinstrumenten und Gesang in sechs verschiedenen Sprachen, die Klasse 1b schilderte mit ihrer Klassenlehrerin Susanne Keller den Besuchern, was sie alles in eine Zeitkapsel packen möchte, die auf dem Gelände der Grundschule für 25 Jahre  vergraben bleiben soll. Einige Schüler aus den 3. Klassen ließen die Zuschauer mit einem Film-Quiz „Die da?!“ Lehrerinnen der Schule erraten.

Zum Ende des Festakts durften sich die Ehrengäste in das goldene Buch der Stadt Ichenhausen eintragen und Schulleiter Robert Kaifer bedankte sich bei allen Mitwirkenden.

Am Nachmittag wurden die Programmpunkte der Schüler für die Eltern und Großeltern noch einmal aufgeführt. Dabei war der Besucherandrang so groß, dass die Friedrich-Jahn-Halle aus allen Nähten zu platzen drohte. Die Kinder waren mit Begeisterung bei der anschließenden Luftballonaktion und dem Spielefest auf den Pausenhöfen dabei, während die Eltern das Schulhaus betrachteten und sich zu Kaffee und Kuchen einfanden. Wahrlich ein großes Geburtstagsfest in Ichenhausen!